Pteropus livingstonii

Hundgesicht, schwarzes Fell, glänzende Flügeln – eine stark gefährdete Tierart

Kennt ihr eigentlich den Flughund „Pteropus livingsonii“? Das komorische Fledertier? Den Flughund, dessen Fell schwarz gefärbt ist? Nein? Nicht? Merkwürdig – keiner, den man fragt, kennt den Flughund „Pteropus livingstonii“. Womöglich gehört dieser Flughund zu den Tierarten, die ausgerechnet nur jene Leute kennen, die man nicht fragt? Wundern würde mich's nicht. So etwas gibt’s.

Nun, wenn ihr diese Flughundeart, die im Englischen Livingstone's Flying Fox genannt wird, nicht kennt, könnt ihr natürlich auch nicht wissen, dass man sie nicht mit den eigentlichen schwarzen Flughunden verwechseln darf. Schade. Aber es macht nichts. Flughunde ähneln einander wie Vierpfundbrote oder Hundsweilchen; wer eines kennt, kennt sie alle. Und wer einen beobachtet, könnte denken, es sei einfach Flughund. Aber „Pteropus livingsonii“ lebt nur auf zwei von vier Inseln der Komoren, zwischen Mosambik und Madagaskar in den Bergwälder. Er ist eher tagaktiv. Er teilt seinen Lebensraum mit dem Seychellen- und dem Komoren-Flughund. Während der eher nachtaktive schwarze Flughund „Pteropus Alecto“ weit verbreitet ist: er lebt auf zwei indonesischen Inseln, auf Java und Sulawesi, außerdem in Süden Neuguineas und an der nördliche und östliche Küste Australiens, gehört „Pteropus livingsonii“ heute zu den stark gefährdeten Tierarten. Die Hauptgründe für die starke Gefährdung liegt insbesondere in der Zerstörung der natürlichen Lebensräume. Und so viele Flughunde es geben mag, wird es doch nie genug von Pteropus livingsonii geben können.

Und jetzt müsst ihr höllisch aufpassen, damit ihr alles haargenau und gründlich versteht, weil es schon spannend wird. „Pteropus livingstonii“ zu retten, muss man seinen Lebensraum, seine Schlafplätze und seine Nahrungspflanzen schützen. Seit Jahren laufen Forschungsprogramme diese bedrohte Flughundeart vor dem Aussterben unter Naturschutz zu stellen. Die Forschung unter anderem bewies, dass diese Art von Flughunden sich hauptsächlich von Früchten, Blättern, vom Nektar und von Pollen ernährt, und zum Schlafen zum Beispiel Feigen, Schirmakazien, Mahagonigewächse nutzt.